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Tierschutz am Limit

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10,3 Millionen Hunde zählte der ZZF 2021 in deutschen Haushalten und weitere 24,4 Millionen Katzen, Kleintiere und Ziervögel. Unzählige Zierfische, Reptilien und Amphibien wurden in knapp 7 Millionen Aquarien, Terrarien und Gartenteichen gehalten. Die Pandemie hat die Heimtierzahlen in ungeahnte Höhen schnellen lassen. Die vielen Krisen dieser Tage dampfen sie wieder ein - zu Lasten der ohnehin schon gebeutelten Tierheime.

 

Aber auch in anderen Bereichen des Tierschutzes brennt es lichterloh: Laut Statistischem Bundesamt werden in Deutschland noch immer etwa doppelt so viele sogenannte 'Nutz'tiere gehalten, wie es Bundesbürger gibt! Von Umbau der landwirtschaftlichen Tierhaltung, Reduktion der Tierzahlen oder Strafverfolgung von Tierschutzverstößen keine Spur. Um den Handel zwischen den EU-Staaten nicht zu gefährden, werden beim leistesten Verdacht von ASP und Geflügelpest millionenfach Tiere gekeult.

 

Kaum anders verhält es sich bei den Wildtieren: Was stört, muss weg. Wildtierauffangstationen fühlen sich auf verlorenem Posten. Dass die biologische Artenvielfalt in den vergangenen 40 Jahren um über 50 Prozent abgenommen hat, scheint kaum jemanden zu interessieren. Willkommen im Anthropozän!

In dieser Rubrik beleuchten wir einige Problemfelder näher - vor allem solche, die unseren Mitgliedsvereinen unter den Nägeln brennen und gegen die wir uns gemeinsam mit aller Macht zu stemmen versuchen.

Tierheime    Heimtiere

'Nutz'tiere [folgt]    Wildtiere [folgt]

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